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15. Februar 2016: Tötungspraxis bei männlichen Eintagsküken beenden

Christina Jantz, Tierschutzbeauftragte: Die Staatsanwaltschaft Münster hat jetzt Anklage gegen eine Brüterei wegen der massenhaften Vernichtung männlicher Eintagsküken erhoben. Dies bestärkt die SPD-Bundestagsfraktion in ihrer Forderung, die Praxis des routinemäßigen Tötens von männlichen Eintagsküken abzustellen.
Christina Jantz, MdB

Seit geraumer Zeit schon fordert die SPD-Bundestagsfraktion die Praxis des routinemäßigen Tötens von männlichen Eintagsküken zu beenden. Die jährlich millionenfache Tötung von männlichen Eintagsküken stellt eine unhaltbare Praxis dar, die mit dem Staatsziel Tierschutz nicht vereinbar ist. Ziel muss die flächendeckende Rückkehr zum Zweinutzungshuhn sein, also zu Hühnerrassen, die sowohl zum Eierlegen als auch zum Schlachten geeignet sind. Hier muss die Forschung intensiviert werden. Auch die Bruderhahn Initiative Deutschland ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Die vom Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt angestrebte Geschlechtsbestimmung im befruchteten Hühnerei kann hingegen nur eine Brückentechnologie sein. Zwar können derartige Verfahren zur Geschlechtsbestimmung dazu beitragen, dass männliche Küken gar nicht erst ausgebrütet werden, doch ändern sie nichts an der bisherigen Industrielogik, nach der männliche Küken wertlos sind.

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