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11. Februar 2013: Ausflug in die 150jährige Geschichte der SPD

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Kirchlinteln/Bremen. Einen Ausflug nach Bremen unternahmen vergangenen Sonntag Sozialdemokraten aus Kirchlinteln und Verden.

Grund der Reise war die Premiere des Jubiläumsfilms über die SPD, die in diesem Jahr ihren 150. Geburtstag feiert. "Ein Film über uns. Warum wir so sind, wie wir sind." zeigte in knapp 90 Minuten die Geschichte der ältesten deutschen Partei von 1863 bis jetzt.

Zahlreiche Zeitgenossen wie Helmut Schmidt, Egon Bahr, Erhard Eppler, Christian Ude, Barbara Hendricks, Andrea Nahles, Hans-Jochen Vogel, Sigmar Gabriel und Gerhard Schröder äußerten sich im Film zu den gezeigten Ereignissen.

Neben den Gründern der SPD, Ferdinand Lassalle und August Bebel, führte der Film über die Sozialistengesetze von 1878 bis 1890, die Novemberrevolution 1918, zum Wahlrecht der Frauen ab 1919.

Beeindruckend waren die Szenen von Otto Wels' Rede gegen das "Ermächtigungsgesetz" am 23. März 1933, in der er den unvergessenen Satz "Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht", vor dem versammelten Reichstag sagte. Der nationalsozialistische Terror beherrschte zu dieser Zeit bereits Deutschland. Von 120 gewählten SPD- Abgeordneten konnten nur 94 an der Sitzung teilnehmen. Viele lagen von den Nazis schwer misshandelt in Krankenhäusern, waren verhaftet und saßen bereits in sogenannter Schutzhaft.

Vom Neuanfang nach dem Zweiten Weltkrieg mit Kurt Schumacher, schwer gezeichnet von jahrelangen Misshandlungen in Konzentrationslagern, über die Große Koalition von 1966; Gustav Heinemann, dem ersten sozialdemokratischen Bundespräsident; Kanzler Willy Brandt und seinem Kniefall am 7. Dezember 1970 in Warschau wird auch über die Bundestagswahl 1972 berichtet. Mit 45,8 Prozent wird die SPD erstmals stärkste Partei. In seiner Regierungserklärung sagte Brandt die berühmt gewordene Formel "Wir wollen mehr Demokratie wagen". Helmut Schmidt wurde nach dem Rücktritt Brandts (wegen der Guillaume-Affäre) neuer Kanzler. Beim Mauerfall 1989 war es Willy Brandt, der den geschichtsträchtigen Satz "jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört", sagte. Mit Gerhard Schröder wird 1998 ein weiterer Sozialdemokrat Kanzler der Bundesrepublik.

Nach dem Film im City 46, dem Kommunalkino, besuchte die Gruppe die Ausstellung "150 Jahre deutsche Sozialdemokratie. Für Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität" im Gewerkschaftshaus. Unter fachkundiger Führung einer Stipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung wurde das eben gesehene noch mal detaillierter vorgestellt und ergänzt.

Einige Exponate der Ausstellung:

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