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28. November 2016: Für gerechtere Kita-Gebühren in der Gemeinde

Wer muss in der Gemeinde Kirchlinteln heute wie viel Kindergartengebühren zahlen? Wie kann die Gebührensatzung gerechter gestaltet werden? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines von der stellvertretenden SPD-Ratsfraktionsvorsitzenden Elke Beckmann moderierten "SPDienstags" mit rund 25 interessierten Eltern im Lintler Krug in Kirchlinteln.
Elke Beckmann

Bürgermeister Wolfgang Rodewald und Anke Preuß, Ansprechpartnerin für die Kindergartenverwaltung der Gemeinde, stellten die Gebührensatzung für die Kindertagesstätten und Kindergärten der Gemeinde Kirchlinteln anhand von Rechenbeispielen vor.

So erläuterte Anke Preuß beispielsweise, dass bei Sorgeberechtigten mit mehreren Kindern, für die es Kindergeld gibt, ab dem zweiten Kind bei der Ermittlung des Einkommens jeweils ein Freibetrag von 410 Euro abgezogen wird. Von dieser Geschwisterermäßigung würden heute 191 Familien profitieren, ergänzte Elke Beckmann. Die anwesenden Eltern berichteten, dass diese Geschwisterermäßigung leider nicht ausreiche, um die erheblichen finanziellen Belastungen abzufedern, die Eltern mit mehreren kleinen Kindern entstehen.

So berichteten mehrere junge Mütter, wie schwer die Entscheidung gewesen sei, ob man es sich leisten könnte, dass beide Eltern wieder arbeiten gehen angesichts der hohen Kita-Gebühren. Einzelne Eltern berichteten, dass sie ein nächstes Kind erst bekommen wollten, bis für das erste Kind keine Kindergartengebühren mehr gezahlt werden müssten. Eine junge Mutter erläuterte, dass sie überlege, mit ihrer Familie in eine der umliegenden Gemeinden zu ziehen, wo geringere Kita-Gebühren anfallen als in der Gemeinde Kirchlinteln. Die Frage des SPD-Ratsfraktionsvorsitzenden Richard Eckermann, ob eine Ermäßigung für Familien, die mehrere Kinder gleichzeitig im Kindergarten haben, zum Beispiel 50 Prozent Ermäßigung, Erleichterung bringen könnte, wurde von den Anwesenden klar bejaht. Aber auch die Forderung nach einer Gebührenermäßigung, von der alle Eltern, also zum Beispiel auch Alleinerziehende mit nur einem Kind etwas haben, kam auf. Richard Eckermann gab den Eltern recht, dass das bisherige Kirchlintler System der Kindergartengebühren geändert werden müsste. Die Hinweise der Eltern müssten dabei berücksichtigt werden.

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